Children born of occupation in Germany, trans generational dialogue and family history

Prof. Dr. Elke Kleinau, University of Cologne, is leading a research project on children born of occupation in Germany and the trans generational dialog and family history (‚Besatzungskinder„: Familiengeschichten im intergenerationellen Dialog). If you want to take part in the study, please contact Prof. Kleinau.

 
‚Besatzungskinder„: Familiengeschichten im intergenerationellen Dialog
Unser Forschungsprojekt rückt die lebensgeschichtlichen Erinnerungen von Menschen in den Fokus, die nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden und deren Väter den alliierten Streitkräften angehörten. Auf der Basis narrativer Interviews soll der Frage nachgegangen werden, wie diese Menschen, sogenannte ‚Besatzungskinder„, ihr Aufwachsen und ihr soziokulturelles Umfeld im Nachkriegsdeutschland – in den damaligen Besatzungszonen der Alliierten sowie in der frühen Bundesrepublik und der DDR – erlebten und wie dieses Erleben im familialen Gedächtnis über mehrere Generationen tradiert wird.
Über ‚Besatzungskinder„ ist in den letzten Jahren verschiedentlich geforscht worden, bildungshistorische und bildungssoziologische Fragestellungen stehen allerdings nicht im Zentrum dieser Untersuchungen. Uns interessierten folgende Fragen:

–  Wie haben die ehemaligen ‚Besatzungskinder„ ihr familiales Umfeld, ihre Aufnahme in pädagogischen Institutionen wie Heim, Kindergarten oder Schule empfunden?
–  Wie begegneten pädagogische Professionelle ihnen und ihren Müttern?
–  Inwiefern und wie wurden sie als ‚Ausländerkinder„ bzw. ‚fremde Kinder„ behandelt?Inwiefern haben sie und/oder ihre Kinder institutionelle Diskriminierung erfahren? Wie wurde die angebliche (ethnische/kulturelle) Differenz ihrer Familien im Alltag der Bildungsinstitutionen durch Professionelle und Gleichaltrige hergestellt?
–  Konnten die in der Regel alleinerziehenden Mütter inner- und außerfamiliale Unterstützungssysteme aktivieren und wenn ja, welche?
–  Aus welchen Ressourcen schöpften die Besatzungskinder?
–  Von wem erfuhren sie Förderung?
–  Wurden höhere Schulabschlüsse erreicht und welche familialen oder institutionellen

Bedingungen begünstigten diese Entwicklung?
–  Wie verlief der Berufsfindungsprozess?

Sowohl in Einzelinterviews als auch in gemeinsamen Gesprächen mit allen Familienangehörigen (Gruppeninterviews) möchten wir Bildungsbiografien erheben, um sowohl Bildungsbeteiligungen als auch Bildungsbenachteiligungen von ehemaligen ‚Besatzungskindern„ und deren möglichen Nachwirkungen in den Nachfolgegenerationen auf die Spur zu kommen. Darüber hinaus kann die Rekonstruktion und Analyse der Erfahrungen der ehemaligen ‚Besatzungskinder„ hinsichtlich des unterstellten Fremdseins wichtige Erkenntnisse liefern über gegenwärtige Konstruktionsprozesse ‚fremder Kinder‟ im Alltag deutscher Bildungseinrichtungen.
Wir suchen Interviewpartnerinnen und Interviewpartner
Zur Umsetzung der Studie suchen wir nach ehemaligen ‚Besatzungskindern„, nach deren Kindern und Enkelkindern, die bereit wären, an einem biografischen Interview teilzunehmen. Im Rahmen der Auswertung werden persönliche Daten selbstverständlich anonymisiert. Wenn Sie an der Studie teilnehmen möchten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Wir werden Ihnen schnellstmöglich antworten.

  • Vielen Dank für Ihr Interesse
  • Prof. Dr. Elke Kleinau (ekleinau@uni-koeln.de)
  • Prof. Dr. Argyro Panagiotopoulou (a.panagiotopoulou@uni-koeln.de) Frauke Scheffler, M.A. (frauke.scheffler@uni-koeln.de)
  • Matthias Wagner, M.A. (wagner.matthias@uni-koeln.de)
Advertisements